ILE-Vernetzung in Franken 2026
Auch in diesem Jahr fand erneut ein gemeinsames Vernetzungsseminar für die ILE-Umsetzungsbegleitungen in Franken statt. Seit der Einführung im Jahr 2020 hat sich das Format aus Sicht der ILE-Umsetzungsbegleitungen zu einem festen und sehr geschätzten Bestandteil entwickelt, der Jahr für Jahr auf große Resonanz stößt. Die Initiative geht wie gewohnt von den Ämtern für Ländliche Entwicklung der drei fränkischen Regierungsbezirke aus.
Ziel ist es, sowohl neuen ILE-Kolleginnen und Kollegen den Einstieg und den Aufbau von Netzwerken zu erleichtern, als auch erfahrenen Umsetzungsbegleitungen Raum für Austausch und überregionale Einblicke zu bieten. Die fachliche Leitung des Seminars lag bei Tobias Alt, Eva-Maria Fell und Johannes Krüger. Veranstaltungsort war erneut die Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim (SDF).
Die Schule für Dorf- und Flurentwicklung versteht sich dabei weniger als klassische Bildungseinrichtung, sondern vielmehr als praxisorientierte Plattform rund um die Entwicklung des ländlichen Raums. In kompakten Seminarformaten – häufig an Wochenenden – werden Bürgerinnen und Bürgern, kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie Fachleuten Grundlagenwissen und methodische Kompetenzen vermittelt. Im Fokus steht die aktive Mitgestaltung der eigenen Region sowie die Stärkung der Beteiligung an Prozessen der Ländlichen Entwicklung. Getragen wird die Einrichtung von einem engagierten Förderverein mit rund 200 Mitgliedern, unterstützt durch einen breit aufgestellten Vorstand und Fachbeirat. Darüber hinaus besteht ein reger Austausch mit vergleichbaren Einrichtungen in Bayern und Europa, um Impulse, Innovationen und Beteiligungsansätze weiterzuentwickeln.
Ziel des diesjährigen Seminares war es außerdem gemeinsame inhaltlich Themen zu er- und bearbeiten, organisatorische und strukturelle Herausforderungen zu besprechen und dabei von den Erfahrungen anderer zu lernen.
Die anstehende Kommunalwahl in Bayern kann große Veränderungen in die Lenkungsgruppen der allermeisten ILE-Regionen bringen. Diesen Wandel zu gestalten, aktiv zu steuern und auch die Chancen, die damit einher gehen zu nutzen, war ein Schwerpunkt des Seminars.
Durch die Vorstellung von Best-(undWorst-)Practice-Beispielen aus jeder ILE erhielten die Teilnehmenden einen bunten Blumenstrauß an Projektideen und Anknüpfungspunkte für die eigene Projektarbeit.
Zum Abschluss des Seminars wurde ein Besuch beim Mühlencafe Dinkel organisiert. Die Eigentümer der in Serkendorf ansässigen Bäckerei haben mit Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung einen Neubau auf dem ehemaligen Stallplatz verwirklicht, der sich in seiner Holzbauweise optimal in das Erscheinungsbild des Hofes einfügt. Dort eingezogen ist ein Cafe, in dem die Waren der Bäckerei verkauft werden, die Terasse mit Blick ins Grüne läd zum Kaffeetrinken ein und schafft ein einzigartiges Angebot für den kleinen Ortsteil und die umliegenden Orte.








